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G2_Astro
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BeitragVerfasst am: 30.08.2009, 13:34 Antworten mit ZitatNach oben

    G²-Astro Tipp: 1

    Bei Einsteiger Teleskopen, ist oft die Kombination Montierung, Stativ und Teleskop, nicht ausreichend Stabil um gute Beobachtungen zu ermöglichen.
    Durch produktionsbedingte technische Mängel Ihr Potenzial nicht ausnutzen!

    Wer sein Teleskop selber kauft, könnte im Vorfeld klären das Er was ausreihend stabiles kauft.
    Alle die ein Teleskop geschenkt bekommen oder möglichst preiswert, oder auch gebraucht einkaufen, müssen also erst mal so damit zurechtkommen!

    Um dennoch tolle Beobachtungen machen zu können hier eine Verbesserungen die dazu helfen könne!


    Beispiele:

    Das Teleskop schwingt seitlich in jeder Lage (Montierungsspiel; Summe aus der gesamten Konstruktion und dem Stativ). Auch stört das leichte zittern sehr beim fokussieren, so das es schwer ist überhaupt ein Objekt vernünftig einzustellen.
    Bei vielen dieser Montierungen hat sich herausgestellt, dass durch behutsames nachziehen und einstellen der Montierungsteile gemäß der Montierungsbeschreibung, der größte Wackelbetrag aus den Verbindungsstellen Montierung, Stativflansch und Stativ kamen.

    Aber nicht gleich verzweifeln, hier Wege zur Lösung:

    1.) Wackeln:
    Zwischen Montierung und Stativflansch, ist zur leichteren Azimuteinstellung oft ein dünnes Kunststoffscheibchen um die zentrale Befestigungsschraube gelegt. Dieses Scheibchen ist im Durchmesser zu klein, dadurch kann der Montierungsfuß auf dem Stativflansch in allen Richtungen einige Zehntel mm kippen, was dann schon dazu führt, dass ein Beobachtungsobjekt aus dem Gesichtsfeld kippt. Auch das zähe Fett dazwischen ändert daran nichts. Manchmal ist auch an der Zentralschraube eine Tellerfeder oder ein Federring unterhalb des Stativflansches montiert, was aber denselben Fehler verursacht.

    Lösung:
    Die Kunststoffscheibe, sollte durch eine Scheibe mit vollem Montierungsfuß - Durchmesser ersetzen oder ganz weglassen werden und nur das Fett als Gleitmittel verwenden. Bitte auszuprobieren was bei den verschiedenen Montierungen besser ist. Die Zentrale Befestigungsschraube nach jeder notwendigen Teleskopausrichtung wieder fest anziehen.

    2.) Zittern:
    Starken Schwingungen und das ewige zittern beim fokussieren und nachführen von Hand, verderben einem den Spaß an höheren Vergrößerungen die man bei Mond und Planeten braucht.

    Lösung:
    Eine kleine leere Flasche, mit etwas Schnur und 1 bis 2 Einweggummis, je nach Teleskop Durchmesser, rutschfest am Tubus befestigen. Die Schnur zwischen den Stativbeinen und der Okularablage durchführen, solange mit Wasser befüllen und am Tubus verschieben bis die optimale Position, Gewicht und gute Handhabung gefunden sind und dann mit diesen Werten eine endgültige Lösung ( Metall,- oder Steingewicht ) hergestellten.

    Die Fotos, zeigen eine einfache Lösung an einem 35 Jahre altem Quelle 60 / 910 mm Refraktor (ist natürlich auch am Newton verwendbar), mit der original Montierung aber neuem Stativ.

    Die vorher starken Schwingungen und das ewige zittern beim fokussieren und nachführen werden dadurch so stark reduziert das es wieder Spaß macht, mit diesem einfachen Geräten per Handnachführung auf Sonne und Mond spazieren zu fahren. Aber auch Planeten, Sternhaufen und helle Nebel können wieder mit Erfolg aufgesucht werden und es erstaunt dann immer wieder, was bei ruhigerem Blickfeld schon alles mit 60mm Öffnung sichtbar ist.

    Viel Spaß beim Basteln!
    Verbesserungen am Stativ folgen in einem weiteren einfachem Basteltipp

    Image


    1a = Einfacher Gummi Einweckring um den Tubus gelegt und mit Tesaband fixiert, dient zur elastischen Verbindung mit der Nylonschnur.

    3b = Durchführung durch die Okularablage nahe der Mitte sollte so groß sein das Nylonschnur mit der Schlaufe hindurch passen 12-15 mm. Die Bohrung sollte zum besseren Gleiten mit einer geeigneten harten Kunststofftülle oder Metallbuchse (aus dem Baumarkt > Abteilung> Lampenfassung, Tür- und Schubladenbeschläge) ausgekleidet werden)

    2a = Da zwischen ist häufig die kleine Kunststoffscheibe, die für das Kippeln verantwortlich ist.

    2b = Dort sitzt oft eine Tellerfeder oder ein Federring unter der Schraube die nach dem ausrichten unbedingt fest angezogen werden muss.
    Eine Sterngriffschraube oder eine große Flügelschraube, wären hier zur Bedienung ohne Werkzeugeinsatz eine gute Lösung.


    4. = Anstelle der Zentralschraube, ist auch eine längere Gewindestange mit Sterngriff oder Flügelmutter verwendbar.
    Die eine durchbohrte entsprechend große Holz, Metallplatte (oder Pfannenähnlicher Form z.B. Blumenuntersetzer) oder fester Kunststoffscheibe mit angeschraubten 2cm Holz oder Kunststoffklötzchen passend zwischen den Stativbeinen ca. 15cm unterhalb der Montierung fest mit Schrauben gegen die Stativbeine klemmt.

    Image
    Das mindert die Verdrehung, der recht dünnen Stativbeine an dieser Stelle, durch den großen Hebel des Teleskops.


    5. = Mit Streusplitt gefüllte Stativbeine ( Gips oder Zementbeton kann durch Feuchtigkeit das Alu zersetzen!) verlagern den Schwerpunkt weiter nach unten, was wiederum der Stabilität zugute kommt.


_________________
Günter

GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, 140/500 - Comet-Catcher, MC100/1000, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

Zuletzt bearbeitet von G2_Astro am 08.12.2016, 14:46, insgesamt 5-mal bearbeitet
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G2_Astro
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BeitragVerfasst am: 30.08.2009, 14:44 Antworten mit ZitatNach oben

    G²-Astro Tipp 2

    Wenn der Auszug wackelt oder nicht mittig zur optischen Achse sitzt.

    Die Okularauszüge, bei preiswerten Einsteiger und Kaufhaus - Teleskopen wackeln besonders oft schon nach kurzem Gebrauch, besonders aber wenn schwereres Zubehör (wie schwere Okulare, Binoansatz oder Kameras) verwendet wird.

    Bei Billiggeräten sind oft keine Zentrierungshilfen verbaut, dann wird das einfach mit ausreichen zähem Fett oder mit Plastik oder Filzstreifen versucht mittig zu halten.

    Die in ihnen verbauten Kunststoffplättchen, die zum zentrieren gedacht sind, brechen oder verschleißen sehr schnell, was dann zu mehr Spiel und starkem kippeln am Auszug führt.
    Wird nun das Spiel am Auszugsrohr durch Verschleiß zu groß und nur durch nachjustieren der Befestigungsschrauben am Auszugantrieb behoben, schiebt man das Innenrohr aus der Mitte. Die Folge davon ist, das Okular sitzt nicht mehr auf der optischen Achse.
    Aber meist wird schon das kippeln, des nur mit einer Schraube gehaltene Okulars von Einsteiger nicht sofort wahrgenommen. Es ist aber vorhanden und führt zu einer schlechten Abbildung z.B. am Planeten, da man ja jetzt nicht auf das runde Abbild des Lichtkegels schaut, sondern auf einen leicht schrägen Kegelschnitt was dann zu Unschärfen führt und man so die vorhandene Abbildungschärfe des Teleskops verschenkt. Man ist von der Teleskopleistung enttäuscht.

    Der Tipp kann das Fokuskippen bei Ganzmetall - Okularauszägen dauerhaft und justierbar eliminieren.

    Hier ein Beispiel ( Foto) an einem Quelle Refraktor 60/910 mit Klappspiegelsucher.
    Der Okularauszug ist aus Aluguss ist recht stabil und hat ein verchromtes Innenrohr aus Metall.
    Der kann dann so wie auf der Skizze und dem Foto verbessert werden, rechts auf dem Foto sieht man den Okularauszug mit den montierten Nylonschrauben und das verchromte Tauchrohr aus Messing.

    Image.....Image

    Ich habe meinen vor 23 Jahren so umgebaut, danach war das Tauchrohr erstmals mittig zur optischen Achse, wackelfrei und leichtgängig und arbeitet bis heute noch sehr gut. An Mond und Planeten setze ich sogar 1,25" Plössel Okulare + Barlow mit einem Adapter 24,5 mm auf 1,25" ein, wenn ich nur kurze Zeit beobachten will, steht fertig aufgebaut in meiner Sternwachte, ist in fünf Minuten auf der Terrasse im Einsatz und ich möchte Ihn nicht missen.
    Wer G²-Astro Tipp 1 + 2 an seinem Einsteiger oder Kaufhausteleskop anwendet wird mit besseren Bildern und ruhigerem Einblick belohnt.

    Nachtrag:
    Heute wird auch oft verchromter Kunststoff bei Fernost Okularauszügen verwendet, der verschleißt zu schnell und kann deshalb nicht mit der hier gezeigten Methode ausgebaut werden.
    Hier lässt sich nur durch häufiges austauschen der Kunststoffstreifen (mehrere Lagen Tesafilm) oder Teflonstereifen Abhilfe schaffen und das vorhandene Spiel reduzieren.
    Oder ein besserer Okularauszug bei einem Teleskopmarkt preiswert aus der Bastelkiste erwerben und anbauen.
    Das geht aber nicht bei Cat Teleskopen mit Linse im Okularauszug!


_________________
Günter

GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, 140/500 - Comet-Catcher, MC100/1000, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

Zuletzt bearbeitet von G2_Astro am 30.10.2014, 20:55, insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 26.04.2013, 16:20 Antworten mit ZitatNach oben


    G²-Astro Tipp 4

    Wie geht exaktes Ausrichten für Montierungen ohne Polsucher

    Man richtet ein Teleskop so wie früher zur Erdachse aus!

    Wo Poslsucher und Goto wenig verbreitet oder noch gar nicht verfügbar waren.
    Mit einfachem Kompass und Fadenkreuzokular!
    http://www.geocoinshop.de/Geocaching-Ausruestung/GPS-Orientierung/kleiner-Kompass-mit-Schluesselring::2130.html?MODsid=3ob42qg4ikj6q5glb6keqrnjh4

    Fadenkreuz - Okular Selbstbau:

    http://www.emling-online.de/faden.html

    Da Montierungen, ohne Polsucher bei Einsteigern und als Reisemontierung weite Verbreitung finden, hier eine einfache Aufstell - Prozedur dafür.

    z.B. auf Nordhalbkugel so:
    Mit dem Kompass an 2 Punkten von 3m Distanz auf einer Linie auf dem Boden in Nord - Südrichtung einmessen und anzeichnen.
    Diese 2 Punkte also mit einer Linie verbinden.

    1 m vor dem Nordende dieser Linie, wird eine ca. 2m lange Linie rechtwinklig zur Nord - Südlinie, auf dem Boden gezeichnet.

    Zwei Beine vom Stativ werden auf dieser Linie gestellt.

    Das dritte Süd - Stativbein, liegt gegenüber einer Markierung > großes ( N ) oder einer Festststellschraube für Horrizontales drehen ( zur Erdbeobachtung ) am Montierungssockel.

    Dieses Süd - Stativbein kommt nun auf die Nord - Südlinie in Richtung Süden, das ( N ). oder der Horizontal - Schraube, zeigen dann die Nordseite an!

    Die Montierung sollte nun direkt über der Kreuzung der beiden Linien stehen, die etwas geneigte Stundenachse zeigt mit der Höhenachse (Deklinationsachse) und der
    Telekopaufnahme zum Pol (in den Fall hier nach Norden).

    Das ist auf beiden Erdhälften gleich!

    Jetzt muss an der Polachse die genaue geographische Breite des Beobachtungsplatzes eingestellt werden.
    Diesen bekommt man über internet z.B. bei google Earth.

    Auf der Südhalbkugel endsprechend verfahren, das dritte Montierungsbein zeigt dort aber nach Norden!

    Mit dem Fadenkreuzokular, kann man nun an hellen Sternen nach der Scheinermethode, an allen Plätzen der Erde, das Teleskop so genau ausrichten, dass damit sogar Sternfeldfotografie möglich ist.
    http://www.waa.at/apo/frt/main.html#K5
    http://lexikon.astronomie.info/faq/telescopes/scheiner.pdf

    Ich hatte lange Jahre so meine kleine Reisemontierung, mit einachsiger Nachführung so ausgerichtet, um Fotos mit bis zu 200 mm Objektiven zu machen. Ein 3m Gliedermaßstab um das Bodenkreuz auch auf der Ferienhaus Terrasse auszulegen half mir dabei!

    http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_foto000_2.jpg Tunesien 1973

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Günter

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Zuletzt bearbeitet von G2_Astro am 08.12.2016, 15:17, insgesamt 9-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 04.11.2015, 14:54 Antworten mit ZitatNach oben


    G2-Astro Tipp 3

    Guter Einblick oder ständig Fokussieren ! / ?

    Nach vielen Anfragen, Diskussionen und bei Beobachtungsabenden möchte ich hier von meinen Erfahrungen zum Fokussieren berichten!

    Dazu schrieb ich mal auf einen solche Hilferuf wie: Ich kriege nicht richtig scharfgestellt, ich suche ständig durch drehen den besten Fokus!

    Der Grund für oft zu schnelle Urteile: Mein Teleskop ist sicher nix! Hat nicht alle Ursachen nur in der Optik oder Mechanik!

    Martin Elsässer sagte öfters richtig, wie wichtig ein gut positionierter und ruhiger Okulareinblick ist!
    Dass wird zwar zur Kenntnis genommen, aber oft für sein eigenes Verhalten an Okular unterschätzt!

    Die Position für den besten Einblick hat sehr enge Grenzen! Die meisten Okulare sind da sehr unterschiedlich empfindlich, was die Einblickposition betrifft.
    Man kann sich aber selber helfen den sicheren Einblick besser zu halten, dazu sollte man:

    1. einen Sitzgelegenheit benutzen, in der Höhe verstellbar, damit man wirklich auch die Chance hat das Augen in der richtigen Position und zwar parallel + gerade über Okulareinblick bringen kann.

    Nachgeführte Teleskope sind hier stärker im Vorteil als manche glauben, es entscheidet oft, ob ein Detail gesehen wird oder nicht!

    Ein nicht verstellbare Hocker führt dazu, das Du meisten schräg auf das Beugungsscheibchen blickst, der ja als Kegel ankommt, spitz durch Fokuspunkt als Kegel wieder rauskommt, wenn das Auge jetzt nicht gerade da draufblickt, schaust Du immer auf die Fläche eines Kegelschnittes, der auch noch in Bewegung ist!
    So erwischst Du nur äußerst selten den Schärfepunkt!


    2. Das Freie und das beobachtende Auge frei von Störungen aus dem Umfeld zu halten. Dazu kann man eine Augenklappe, für das freie Auge, eine dunkle Umgebung für das sehende Auge schaffen, z. B. mit einer Sichtblende Tuch oder schwarzer Schirm um auch Streulicht aus der Ferne abzuhalten.

    Oder beim einem hellen Newtontubus ein Stück schwarze Velourfolie in einem weiten Bereich um den Okularauszug kleben.
    Von komplett schwarzen Tuben halte ich aber nix, da ich schon +70° C bei Astrotreffs darauf gemessen habe!

    So mach ich es seit Jahren wenn ich Mondformationen zeichne oder Planeten beobachte!

    Warum der Aufwand? Erst wenn das Auge weitgehend der Beobachtung, frei ist von solchen Ablenkungen ist, stellt sich der richtige Seheindruck ein, denn der Schärfepunkt vom Auge wandert stetig unkontrolliert von Detail zu Detail im Okularfeld umher.

    Bei mir beruhigt Es sich nach ca. 15 - 20 Minuten.

    Die Augenklappe, ermöglicht es Dir vollkommen unverkrampft, ohne das andere Auge zukneifen zu müssen, für längere Zeit zu beobachten und man merkt geradezu von Minute zu Minute wie dem Auge immer mehr Details offenbar werden.

    Ob am Planeten, Mond oder Kugelsternhaufen es ist immer das Gleiche, da das Auge nicht mehr hin und her springt im Sehfeld, erfasst man nun Details die man zuvor nie gesehen hat. Es scheint so als hätte man Öffnung dazu gewonnen, in Wirklichkeit aber hat man erst jetzt das Mögliche mit seinem Teleskop gesehen.

    Deshalb ist hier der geschubst Newton im Nachteil, der das Auge nicht zur Ruhe kommen lässt!
    Das kann man mit immer mehr Öffnung nur bedingt wettmachen, da hier dem Auge zuviel Helligkeit angeboten wird, die wieder Details verschluckt!
    Dazu kommen zunehmenden Seeingprobleme die wieder zu reduzierter Einsatzfähigkeit führe
    n!


    So zum Beispiel am Mond, mit dem "Kleinen Mondatlas" von Antonin Rükl
    http://www.amazon.de/Kleiner-Mondatlas-Mondkarten-jedes-Fernrohr/dp/3938469161

    Mit dem arbeite ich schon seid 36 Jahre und habe immer noch nicht alles gesehen, was darin aufgezeigt wird.
    Auf dem Mond zeigen sich Rillen und Buckel winzige beleuchtete Bergspitzen. Man kann durch die Beschreibungen den Mond nach den kleinsten mit dem Teleskop noch sichtbaren Kratern suchen.
    Heute auch mit noch besseren Mondkarten aus dem Web!

    Bei Jupiter die Wolkenstreifen, der große Rote Fleck oder die Monde selbst neben dem Planeten, in der Beweungung schon nach 20- 30 Minuten erkennbar und der Schatten davor auf den Jupiterwolken.
    Bei den Kugelsternhaufen, treten die helleren Sterne über dem Zentrum stärker hervor und vermitteln so, mit den Lichtschwächeren zum Rand der Kugel hin, den plastischen Eindruck. Ja das ist ein wirklicher Kugelsternhaufen er scwebt dierkt vor dem Hintergrund. Lezteres wird mit dem Binoansatz erst richtig plastisch!

    Hört sich vielleicht so an, als muss man den Faktor "ruhiger Einblick" nicht wirklich so wichtig nehmen!
    Es gibt Leute die haben weniger Probleme, weil sich ihr Auge darauf einstellt den Fokus zu finden, oder Sie merken oder wissen es garnicht, dass es noch besser geht!

    Aber wer es einmal so bei einer guten Durchsicht erlebt hat, wird genau den Sehgenuss immer wieder suchen.

    Wie komme ich darauf?
    Der Tipp von einem Uhrmacher brachte mich darauf, der sich extra eine einstellbare Lupen Brille 2x; 4x; 8x; mit einer totalen Augenabdeckung hat anfertigen lassen, weil Ihm die Details verschwammen, da das Auge mit der Klemmlupe zutränte und Er dadurch immer wieder absetzen musste!
    Seitdem kann Er sich Stundenlang auf die Restaurierarbeit konzentrieren!

    Ich habe mit meinem 125 / 1300 Lichtenknecker Refraktor und einem 114/ 900 Quelle Newton Jahrelang Mond und Planeten beobachtet und Schwierigkeiten gehabt das zu sehen, was in den Astrobüchern und Zeitschriften für diese Öffnung als Sichbarkeitsgrenzen beschrieben wurde.

    Erst mit den oben geschilderten Maßnahmen, zeigte sich sofort am ersten Abend ein durchschlagender Erfolg!
    Es gelang mir neben den Mondkrater Sabine und Ritter, die drei Krater der ersten Mondfahrer zu finden Armstrong, Aldrin und Collins.
    Ich fand kleinste Kater in anderen Kratern, Rillen, enge Täler und Buckel und begann Ihre Dimensionen einzuschätzen, oder an den Längen der Schatten die Berghöhen auszumessen.
    Dann folgten die Beobachtungen mit dem C8!

    Die nächsten Jahre stöberte ich auf dem Mond allem nach was ich an Interessantem, in dem kleinen Mondatlas von Atonin Rükl fand!

    Jetzt mit größer Optik 12" Newton, geht es wieder von neuem los die Grenzen auszuloten. Aber schon die ersten Beobachtungen zeigten er wird weniger eingesetzt und eine Nachführung muss her!

    Ich weiß jedenfalls ab wann ich etwas sehe, und kann sofort beurteilen, ob ein flüchtiger Einblick eines Interessierten die Details erfasst hat oder nicht!
    Auf nachfragen nach dem Detail, ( kleiner Krater links oder die Rille darunter ) stellt sich immer heraus, nein das sah ich nicht!
    Bei nochmaligem sehen mit der Anleitung, kam dann der Seherfolg!

    Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der suche nach diesen Grenzen, es mal mit diese Methode auszuprobieren.


    Gruß Günter

    https://astro-foren.de/index.php?user-post-list/269-g2-astro/


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Günter

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